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Nähreich vs. Nähchaos – zu Besuch bei Käferlgeschäft

Noch gar nicht so lange in unserem Probenähteam aber schon gar nicht mehr wegzudenken, ist die liebe Christina von Käferlgeschäft.

Heute besuchen wir sie in ihrem kleinen Nähreich und während wir uns letzte Woche noch auf hoher See befanden, geht unsere Reise heute nach Süddeutschland.


„Nähreich vs. Nähchaos – der Blick durchs Schlüsselloch“

1.      
Wer bist Du und wie
bist Du zum Nähen gekommen?
Ich bin Christina und meine Mama lacht
heute noch, wenn sie sieht, was ich alles für mein Käferlgschäft mache. Sie
kann gar nicht glauben, dass das aus ihrem „Mädl“, das Handarbeit in der Schule
eher widerwillig besucht hat, geworden ist.
Ich fand handmade-Kleidung schon immer
toll und habe auch für mich öfter über dawanda eingekauft. Irgendwann reichte
das nicht mehr, ich wollte es einfach selbst ausprobieren….Ich verkaufte
meine lang gehegte Goldmünze und holte mir von dem Geld eine Nähmaschine. Mit
dieser marschierte ich zu Judith nach Mühldorf (Google hatte mir erklärt, dass
sie Nähkurse gibt). Dort Nähte ich krumm und schief ein Schweinchen aus
Handtüchern. Das Gute Stück steht heute noch in meinem Nähschrank und lässt
mich immer wieder Tränen lachen, weil es so süß Schief in der Gegend rumguckt.

2.      
Was machst Du, wenn
Du nicht nähst? 


ich bin Lehrerin in einer Förderschule und
unterrichte gerade eine 5. Klasse. eine wunderbarer Haufen von tollen
Individuen, die mich lachen und verzweifeln lassen. Es wird nie langweilig!
Dieses Jahr durfte ich außerdem eine
Schülerfirma übernehmen. Einmal in der Woche arbeite ich mit sieben
Schülerinnen unserer Schule an der Nähmaschine: Wir nähen lätzchen, kleine
Pumphosen und andere nette Kleinigkeiten und verkaufen diese dann. Die Schüler
lernen den Arbeitsalltag kennen und übernehmen Verantwortung: Von der
Stoffzusammenstellung, über den Schaffensprozess bis hin zur Werbung und dem Verkauf
– die Schüler organisieren sich und zeigen, was sie praktisch drauf haben.

3.     
Was ist für Dich beim
Nähen unverzichtbar?


Passender Kombistoff! ich könnte Stunden
damit verbringen, Farbzusammenstellungen zu suchen und die Zeit habe ich
einfach nicht. Daher liebe ich es, wenn es zu einem stoff einen passenden Kombi
gleich dazu gibt.

4.     
Wann ist Deine
liebste Nähzeit?


Ich kann nur abends nähen, wenn die Kinder
im Bett sind und ich alles für die Schule erledigt habe. Das ist dann meistens
erst ab 21 Uhr. Am Wochenende kann ich mir manchmal den Vormittag frei nehmen,
wenn mein Mann zu Hause ist.

5.     
Was nähst Du am
liebsten?


Am Liebsten nähe ich für meine Jungs. Ich
stelle mir schon zu Beginn genau vor, wie es sein soll, stöbere in
Schnittmustern und überlege mir kleine Nettigkeiten, die lustig aussehen
könnten. Es gibt so viele Möglichkeiten. Gerade nähe ich aber auch gerne für
mich….es gibt immer mehr tolle, stilvolle Damenstoffe, die Handmade-Kleidung
richtig professionell aussehen lassen.


6.     
Was ist für Dich in
Deinem Nähzimmer unverzichtbar?


Das Bild meiner verstorbenen Freundin
Marit. Ich möchte sie niemals vergessen und so hab ich sie immer im Blick.
Und: Öhöm….mein Fernseher. Der läuft
immer im Hintergrund…auch wenn ich nicht immer alles durch das Rattern
verstehe, meine ich doch am Ende immer zu wissen, wer der Mörder ist.

7.      
Zeig uns Dein
liebstes „Nähhelferlein“


Meine Stoffklammern! Ich benutze seitdem
fast keine Stecknadeln mehr. Es geht einfach viel Schneller und ich kann mich
nicht stechen.


8.     
Welche Tipps hast Du
für mehr Ordnung im Nähzimmer?


Da fragt ihr leider die Falsche. ungefähr
jeden zweiten Tag sage ich, dass ich mein nähzimmer aufräumen muss. Ich habe
einfach zu wenig Platz und teile mir das Nähzimmer ja mit meinem Büro…überall
Schulbücher, abgeheftete Arbeitsblätter, Ordner, Spiele und andere Sachen, die
ich für meinen Unterricht „horte“. Ab nächstes Jahr ziehe ich deswegen in ein
alleiniges Nähzimmer um. Das wird gigantisch!

9.     
Was würdest Du
jemanden mit auf den Weg geben, der sich ein Nähzimmer einrichten möchte?


Ich erhoffe mir da
Tipps von euch! Nächstes Jahr werde ich mir nämlich mein Nähzimmer einrichten
dürfen. In einem Forum habe ich den Tollen Tipp gelesen, beim Möbelschweden die
Hängeregister in einfache Boxen zu stecken….somit sind die Schnittmuster
optimal griffbereit. Endlich kein zettelgeflatter mehr!

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