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Nähreich vs. Nähchaos – zu Besuch bei StoffFarbenspiel

Heute besuchen wir die liebe Nicole von StoffFarbenspiel in ihrem Nähreich. 
Kommt mit und begleitet uns auf eine weitere virtuelle Reise von: 
„Nähreich vs. Nähchaos – der Blick durchs Schlüsselloch“



1.       Wer bist Du und wie bist Du zum Nähen gekommen?
Hallo!
Ich heiße Nicole, bin gerade 40 geworden, sehr glücklich verheiratet und Mutter
einer wunderbaren Tochter. Der ein oder andere kennt mich vielleicht schon
unter meinem Bloggernamen „StoffFarbenspiel“. Zum Nähen bin ich vor ca. fünf
Jahren durch eine gute Freundin aus der damaligen Krabbelgruppe meiner Tochter
gekommen. Wir trafen uns bei ihr zum Kaffee und quatschen in ihrer damaligen
Wohnung und da stand ihre Nähmaschine und eine angefangene Beanie mit
dazugehörigem Loop auf dem Wohnzimmertisch. Oh… so etwas wollte ich auch. Also
schnell Stoff aus ihrem Stoffvorrat ausgesucht und los ging’s. Die ersten Nähte
waren schrecklich. Geradeaus war eindeutig anders. Und ich war mir sicher…das
schaffe ich NIE. NIEMALS hätte ich mir auch nur in den kühnsten Träumen
ausgemalt, dass ich mal vernünftige schöne Kleidungsstücke zustande bringen
würde. Aber irgendwie hat es sich mit der Zeit entwickelt. Schnell war klar:
ich brauche auch eine Nähma. Da ich bei der Nähma dieser Freundin ein gutes
Gefühl hatte, probierte ich auch gar nichts anderes aus, sondern startete
damit. Und so wurde aus einem anfänglichem Kuddelmuddel mein bisher größtes
Hobby.

2.      Was machst Du, wenn Du nicht nähst? (Beruf, andere Hobbys)
Nähen
ist für mich „Kopf frei schaufeln, Seele durchpusten, kreativ sein… und noch so
vieles mehr“. Damit ich mir immer wieder schöne Stöffchen leisten kann und aus
zwei bis drei anderen Gründen, arbeite ich Vollzeit als Personalreferentin in
der Verwaltung eines Krankenhauses. Ich liebe meinen Job sehr – was für mich
extrem wichtig ist, da ich im Büro doch die meiste Zeit meines Wochentages
verbringe. Der Nachmittag und frühe Abend gehört dann definitiv meiner Familie.
Sehr oft „als Taxi“ für die verschiedenen Aktivitäten meiner Tochter. Oder
einfach auch nur so…gemeinsame Familienzeit ist ein sooo kostbares Gut. Am
Wochenende treffe ich mich selbstverständlich auch gerne mit Freunden und
sofern ich meinen inneren Schweinehund mal wieder überwinden kann, sollte ich
auch mal wieder öfter joggen gehen. Denn gerade das Joggen war mein größtes
Hobby vor der Geburt meiner Tochter und eigentlich liebe ich es sehr. Aber
irgendwie fällt es momentan zeitlich hinten rüber. Aber es steht ja der
Jahreswechsel an und wie war das doch gleich mit den guten Vorsätzen?

 
3.      Was ist für Dich beim Nähen unverzichtbar?
Ein
schöner Stoff, bei dem ich bestenfalls bereits beim Kauf wusste, wozu er
vernäht werden wird. Ein gut erklärtes Schnittmuster (ich bin ja ein totaler
Fan von diesen liebevoll gestalteten Ebooks, in denen wirklich jeder Schritt
gut erklärt und bebildert ist,)eine gute Schere und meine Overlook. Ohne meine
Ovi geht gar nichts! Und ein Plätzchen – egal wie groß -, um angefangene
Projekte auch mal liegenlassen zu können.
4.     Wann ist Deine liebste Nähzeit?
Wenn
ich es mir aussuchen könnte, wäre das definitiv am Vormittag. Aber dies lässt
der Alltag nicht zu. Daher ist die meistgenutzte Nähzeit der Abend und dann
auch manchmal bis in die Nachtstunden.
5.      Was nähst Du am liebsten?
Definitiv Kleidung. Zumeist für meine
Tochter oder für mich. Und dies auch zu 95% aus Jersey oder Sweat. Für meinen
Herzensmann fällt ab und an auch ein Teilchen ab. Hinsichtlich des Schnitts mag
ich gerne solche, die relativ schnell genäht sind. Längere, aufwendigere Projekte
sind eher selten. Dafür bin ich einfach zu ungeduldig. Derzeit stehen hier
Kleider und Hoodies extrem hoch im Kurs.
Taschen finde ich auch toll. Hierfür fehlt
mir zumeist definitiv die Ruhe. Aber dank einer sehr guten Freundin, darf ich
eine wunderschöne selbstgenähte Tasche mein Eigen nennen.

6.     Was ist für Dich in Deinem Nähzimmer unverzichtbar?
Platz
zum Liegenlassen:
Mein
Nähzimmer ist eigentlich gar kein richtiges Zimmer. In der ersten Etage
befindet sich bei uns so eine Art Galerie/Empore (ich weiß ehrlich gar nicht
genau, wie man es nennt – sorry). Hier habe ich mir eine Küchenarbeitsplatte
auf zwei Böcke aus dem Baumarkt montiert und fertig war der Nähtisch. Mit genug
Platz für die Nähmaschine, die Overlook und meine Cover. Und genau dieser Platz
ist für mich persönlich unverzichtbar. Ich kann hier einfach alles stehen und
liegen lassen, wenn mich die Müdigkeit übermannt und muss nicht immer alles
direkt aufräumen. Das ist super und möchte ich nicht mehr missen. Einzig und
allein der Plotter steht im Regal und wird „nur“ bei Bedarf hervor geholt.


7.      Zeig uns Dein liebstes „Nähhelferlein“
Mmmmhhh…gar nicht so leicht.
Eine gute Schneiderschere ist natürlich
unverzichtbar. Und auch meinen Rollschneider und die Schneidematte möchte ich
auf gar keinen Fall mehr missen. Aber ich glaube…seit meinem letzten Coverkurs
habe ich einen neuen Liebling (auch wenn er noch nicht sooo häufig zum Einsatz
kam). Der Bandeinfasser für meine Cover. Hiermit wird Einfassen zum
Kinderspiel. Kann ich nur jedem wärmstens empfehlen.

8.     Welche Tipps hast Du für mehr Ordnung im Nähzimmer?
Oh
je…ich gehöre ja auch eher zu den Chaoten im Nähbereich. Aber ganz ohne
jegliches Konzept verliert man – glaube ich – schnell den Überblick. Denn es
sammelt sich doch so einiges an mit der Zeit. Daher habe auch ich meine Stoffe
in Schrank und Regal relativ ordentlich gestapelt, die Unis nochmal extra in
einer großen Kiste. Meine Schnittmuster sind nach Themen sortiert in
Aktenordnern, das Ovigarn hat Platz gefunden in zwei Schubladen und auch der
Tüddelkram (Knöpfe, Bänder, Ösen etc.) ist in Boxen relativ gut sortiert. Hier
besteht definitiv noch Optimierungsbedarf, aber ich komme derzeit gut klar so.

9.     Was würdest Du jemanden mit auf den Weg geben, der sich ein
Nähzimmer einrichten möchte?
Jeder sollte sich
seinen Nähbereich so gestalten, wie es für ihn am besten ist. Der eine braucht
Ordnung, der andere liebt das Chaos. Und es muss auch nicht immer ein ganzes
Zimmer sein. Wie sagt man so schön…Platz genug ist in der kleinsten Hütte. Ich
finde es besonders wichtig, dass man sich pudelwohl fühlt. Denn nur so kann der
kreative Kopf anfangen zu rattern. Also einfach loslegen mit den Nähen. Der
Raum drumherum gestaltet sich mit der Zeit von ganz alleine und verändert sich
stetig.

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