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Nähreich vs. Nähchaos – zu Besuch bei mialoma

Heute geht unsere virtuelle Reise ins wunderschöne Thüringen und wir werfen einen kleinen Blick durchs Schlüsselloch bei Christin von mialoma und ihrem hübschen Nährreich.

„Nähreich vs. Nähchaos – der Blick durchs Schlüsselloch“ 

1. Wer bist Du und
wie bist Du zum Nähen gekommen?

Hallo, ich bin
Christin und wohne in Thüringen, am wunderschönen Südharz.
Vor mehr als 5 Jahren
fing ich mit dem Nähen an. Damals arbeitete ich noch im Hospiz und die ‘Arbeit’
spukte mir jeden Tag nach dem Feierabend im Kopf umher und deshalb suchte ich
nach einem Ausgleich.
Das Nähen wurde mir
quasi in die Wiege gelegt, denn meine Oma war BerufsNäherin und als kleines
Kind schaute ich ihr oft über die Schulter wenn ihre Nähmaschine ratterte.
Also kaufte ich mir
im Juni 2011 auch eine Nähmaschine und brachte mir Stück für Stück das Nähen
selbst bei.
Am Anfang nähte ich
nur kleine Sachen wie Beanies, Halstücher oder Kleider für meine große Tochter,
nach und nach wuchs auch mein Kleiderschrank mit Selbstgenähtem und nachdem ich
mit der 2.Tochter schwanger wurde nähte ich einfach ihre komplette Garderobe
sowie Ausstattung selbst.
Heute bestehen die
Kleiderschränke von uns 3 Mädels zu 90% aus Handmade Sachen und ich bin
wahnsinnig froh keine Anfälle mehr zu bekommen weil Pulli x aus dem Katalog an
mir eben nicht so aussieht wie an dem Model.

2. Was machst Du,
wenn Du nicht nähst? 
Seit 3 ½ Jahren
arbeite ich Vollzeit als Krankenschwester in einer Allgemeinarztpraxis, ich mag
die Abwechslung, vorallem meine Außendienste – denn dort hat man am meisten
Zeit speziell auf den Menschen einzugehen, sich mal etwas länger für ihn und
seine Sorgen Zeit zu nehmen und zu zeigen – man ist da.
Mein größtes ‘Hobby’
sind meine zwei Kinder (6 und 1), die Freizeit die uns bleibt genießen wir in
vollen Zügen – Fahrradtouren stehen da ganz hoch im Kurs.
3. Was ist für Dich
beim Nähen unverzichtbar?
Auf jedenfall viiiiel
Platz! Mein Nähzimmer misst gerade mal 6qm und deshalb schneide ich meine
Sachen immer im Wohnzimmer zu.
Ich könnte jetzt auch
Ordnung schreiben, aber das wäre geflunkert 🙂 denn habe ich einmal richtig
aufgeräumt finde ich oft monatelang nichts wieder – bis es mir mal zufällig in
die Hände fällt.
Unverzichtbar ist für
mich meine Schneiderschere – ein Erbstück meiner Oma – 30 Jahre alt und absolut
scharf.
Ebenso kann ich nicht
mehr ohne Overlock nähen – denn ich habe sage und schreibe 4 Jahre NUR mit der
Nähmaschine genäht und das war oft ein Kampf und wertvolle Zeit die damit
‘verloren’ging!
4. Wann ist Deine
liebste Nähzeit?
Meistens nähe ich in
der Woche an 2 Abenden, wenn die Kinder schlafen, manchmal auch am Wochenende
nach dem Mittag.
Zuschneiden tue ich
öfters abends (im Wohnzimmer).
Ich brauche immer
meine Ruhe und wenn die Kinder wach sind gehört meine Zeit ganz und gar ihnen!
5. Was nähst Du am
liebsten?
Ach ich habe mich da
nicht so festgelegt, denn wie gesagt besteht unsere ganze Garderobe aus
Handmade Sachen.
Für die Kinder sind
es Kleider, die ich besonders gerne nähe, für mich Hoodies und Shirts.
6. Was ist für Dich
in Deinem Nähzimmer unverzichtbar?
Mein Netbook 😛 denn
ab und zu schaue ich nebenbei einen Film und meine Nähanleitungen befinden sich
ebenfalls darauf.
7. Zeig uns Dein
liebstes „Nähhelferlein“

Ein weiteres Erbstück
meiner Oma- in den Schubkästen und Kartons befinden sich meine Nähgarne und
alles Mögliche an Tüddelkram – immer griffbereit 🙂
8. Welche Tipps hast
Du für mehr Ordnung im Nähzimmer?
Äääähm ja – wenn ich
Euch jetzt ein aktuelles Bild zeigen würde hätte ich hier verloren 😉
Ganz wichtig ist für
mich das ich immer weiß wo welcher Stoff ist! Deshalb sind die Jerseys nach
Farben sortiert und uni, Punkte und Streifen nochmal extra – so hab ich den
passenden Kombistoff immer griffbereit.
Ich versuche nach
jedem Projekt wieder so aufzuräumen – gelingt zu 50% 🙂
Ansonsten hat bei mir
alles einen festen Platz und kleine Dinge wie Knöpfe, Webbänder, Spitzen etc
stehen auf meinem Regal über dem Schreibtisch sodass ich sofort sehe was zum
aktuellen Nähwerk passt.

9. Was würdest Du jemanden mit auf den Weg geben, der sich ein
Nähzimmer einrichten möchte?
Es kommt niemals auf die Größe an – ich habe auch alles hoch
gestapelt! Richtet Euch so ein das IHR Euch wohl fühlt, ihr Arbeiten könnt.
Ein eigenes Nähzimmer ist schon ein kleiner Luxus – habt ihr
keine Lust zum aufräumen ? – Licht aus, Tür zu!
Ich selbst habe die ersten 3 ½ Jahre im Wohnzimmer genäht und
irgendwann war es als Dieses kaum noch erkennbar und das Aufräumen machte
überhaupt keinen Spaß!

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