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Nähreich vs. Nähchaos – zu Besuch bei Eva von Doppelnaht

„Nähreich vs. Nähchaos – der Blick durchs Schlüsselloch“ 

Heute sind wir Weißenfels und werfen einen Blick ins Nähzimmer von Eva von Doppelnaht.

1. Wer bist Du und
wie bist Du zum Nähen gekommen?


Ich bin Eva, die eine Hälfte des Doppelnaht-Blogs (http://doppelnaht.blogspot.com). Mit
meinen nun 33 Jahren habe ich zwei Kinder (10 und 4 Jahre alt) und lebe mit meiner
Familie im Land der Frühaufsteher, Sachsen-Anhalt zwischen Halle und
Leipzig im schönen Weißenfels.
Zum Nähen kam ich vor nun schon 9 Jahren. Da war mein Sohn gerade in Größe
86/92 reingewachsen und es gab einfach nichts von der Stange, was mir gefiel.
Durch einen Artikel in einer Klatschzeitschrift beim Friseur bin ich dann aufs
Nähen aufmerksam geworden und habe mir eine Nähmaschine gewünscht. So habe ich erstmal mit einfachen Jerseymützen begonnen. Dann habe ich mir mit dem Nähen mein Studium finanziert
und inzwischen nähe ich mehr oder weniger nur noch für mich und die Familie.
2. Was machst Du,
wenn Du nicht nähst? 



Ich habe vor 2 Jahren den Kraftsport für mich entdeckt und nach einer Pause, bedingt durch Prüfungsstress und Umzug, im Mai endlich wieder angefangen. Das
ist ein toller Ausgleich zum Job in der Schule. Ich bin Förderschullehrerin und
arbeite aktuell in einer integrativen Grundschule. Wenn ich mich nicht gerade mit
meinen eigenen Kindern beschäftige, nähe, Hanteln stemme oder für die Schule arbeite, lese
ich auch sehr gern und viel.

3. Was ist für Dich
beim Nähen unverzichtbar?
Zeit! In den letzten
Wochen war die Zeit zum Nähen leider sehr rar. Ich mag es nicht mich gehetzt an
die Maschinen zu setzen, denn das geht eigentlich immer(!) schief und dauert am
Ende nur noch länger :o)
Außerdem brauche ich Platz. Nähen und alles was dazu gehört auf engem Raum – das ist nicht mein Ding. Ich mag meinen Zuschneidetisch und den Platz davor, um auch mal auf dem Boden zuschneiden zu können (Maxikleider zum Beispiel ;o))
4. Wann ist Deine
liebste Nähzeit?

Ich nähe sehr gern in Ruhe für mich am Vormittag. Das geht natürlich nur in den
Ferien, wenn nichts anderes ansteht. Am Wochenende komme ich doch eher nur
abends dazu.

5. Was nähst Du am
liebsten?


Ich nähe sehr gern Kinderkleidung für meine Tochter, aber auch viel für mich.
Am liebsten Kleider. Bilder davon findet ihr regelmäflig in meinem Blog.

6. Was ist für Dich
in Deinem Nähzimmer unverzichtbar?


Meine Maschinen, die mir zum Teil schon fast seit Beginn meines Näh-Hobbies
gute Dienste leisten. Und natürlich mein offenes Stoffregal samt Inhalt. Oft
kommt die Inspiration erst beim Blick auf die Stoffe. Nun habe ich nach dem
großen Aussortieren nach dem Umzug alle auf einen Blick, das hilft mir sehr
beim Finden von Kombistoffen.
Ich musste einiges in Kisten packen, damit es sich besser verstauen lässt, denn ich muss nun schon seit 2 Jahren das Nähzimmer mit dem Arbeitszimmer teilen. Letzteres nimmt immer mehr Platz ein. Aber ich mag die Kombination aus Job und Hobby gern beisammen.

7. Zeig uns Dein
liebstes „Nähhelferlein“


Ein spezielles „Nähhelferlein“ habe ich gar nicht, man braucht ja ständig irgendwie was anderes. Meine neuesten Errungenschaften (ich kauf mir aktuell sehr selten Zubehör) sind die Stoffklammern/Wonderclips und der Einzelfaltschrägbinder für die Coverlock. Beides benutze ich inzwischen fast bei jedem genähten Teil.

  
8. Welche Tipps hast
Du für mehr Ordnung im Nähzimmer?


Da bin ich nun
wirklich die falsche Adresse. Ordnung im Nähzimmer gibt es bei mir
eigentlich nie, nur kreatives Chaos. Am besten wäre es natürlich immer gleich alles wieder
wegzuräumen, aber das klappt aus Zeitgründen selten. Ganz praktisch finde ich
die sortierten Schnittmuster, sei es die Ebooks in Ordnern in Klarsichthüllen (sortiert
nach Designern) oder die Papierschnittmuster in Stehordnern (sortiert nach Kleidungsart). Trotzdem gibt
es bei mir mal wieder eine große Umzugskiste voll mit einzelnen
Schnittmusterteilen. Die Ebooks sind da mein Untergang ;o)
9. Was würdest Du
jemanden mit auf den Weg geben, der sich ein Nähzimmer einrichten möchte?


Egal ob eine Ecke
oder ein ganzes Zimmer, ich finde es wichtig, seinen Stammplatz zu haben.
Immer alles auf den Esstisch zu räumen (und wieder weglegen zu müssen), bremst
sicher die Kreativität. In meiner Zeit in Sachsen hatten wir keine helle
Wohnung, das hat mich oft bei der Stoffauswahl gestört. Ein heller Platz hebt
ja auch gleich die Stimmung :o) 

Ganz wichtig ist mir noch, dass man alles relativ schnell zur Hand hat. Aber
ich weiß wohl, dass ein eigenes Arbeits-/Nähzimmer wirklich ein kleiner Luxus ist.

  

1 Kommentare

  1. Anonym sagt

    Hallo Eva,
    ein tolles Nähzimmer!!!!
    Auf was für einer Unterlage hast Du Deine Maschinen gestellt?
    Sind diese dadurch leiser bzw. fibrieren sie dadurch nicht so stark?
    Viele Grüße,
    Petra

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