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Nähreich vs. Nähchaos – zu Besuch bei der Knopfkönigin

Heute befinden wir uns auf unserer virtuellen Reise im verschneiten Süden Deutschlands und werfen bei unserer lieben Probenäherin Knopfkönigin mal einen kleinen Blick über die Schultern in ihr wundervolles Nähreich.

„Nähreich
vs. Nähchaos – der Blick durchs Schlüsselloch“

Wer bist Du und wie bist Du zum Nähen gekommen?
Ich bin Christin, Jahrgang 84 und wohne mit meinem Mann und meinen
drei Kindern im Alter von 5, 4 und einem Jahr am Stadtrand einer Kleinstadt in
Bayern in der Nähe zur tschechischen Grenze.
Ich bin was das Nähen an der Maschine betrifft noch relativ neu. Als
ich noch als Krankenschwester tätig war habe ich während der Nachtschicht gerne
als Zeitvertreib Teddybären genäht. Das Nähen mit der Hand hat mir meine
Großtante   beigebracht.
Das hat mir immer sehr viel Spaß gemacht und die Beschenkten haben
sich sehr über diesen kleinen Kameraden gefreut.


Als
ich mit meinem Mann zusammenzog kaufte ich mir eine günstige Nähmaschine. Mit
diesem Teilchen kürzte ich ab und an eine Hose (mehr schlecht als recht) und
nähte bei sehr großen Bären mal eine Naht zusammen, aber an mehr dachte ich zu
der Zeit noch nicht. Mit der Geburt meiner ersten Tochter und kurz darauf mit
der Geburt meines Sohnes schlief auch das Hobby „Teddybären nähen“  ein.
Weihnachten 2015 stand auf dem Wunschzettel meines Sohnes eine selbstgenähte
Hose. Eine Freundin von mir hat ein Kleinunternehmen und so kam ich das erste
Mal auf die Idee selbst Kleidung für meine Kinder zu nähen. Meine Freundin
meinte: „Das kannst du bestimmt!“. An Weihnachten stand dann eine neue
Nähmaschine unterm Christbaum und ich habe ganz   schnell losgelegt.

Meine Knöpfe waren sofort begeistert von den selbstgenähten Sachen.
Also brauchte ich ganz dringend ihrer Auffassung nach einen eigenen Namen. So
wurde mein viertes   Baby
„Knopfkönigin“ geboren. Mein „Label“ bastelte ich eines Nachts um
halb zwei mit einem fiebernden 6 Monate alten Säugling kuschelnd am Handy mit
einer App   zusammen.
Bald darauf bekam die Nähmaschine noch Verstärkung von einer
Overlock und Coverlock (Fluch und Segen wenn man nur eine Autostunde entfernt
vom Nähpark wohnt…)   😉
Seit
Mai habe ich meine FB Seite „Knopfkönigin“ und seit August versuche ich auch in
regelmäßigen Abständen zu bloggen. Seit Mitte Oktober darf ich ein Teil des
Probenähteams von Lillestoff sein und das ist mir eine wahnsinnig große Ehre
und ich bin mit viel Freude und Liebe dabei.

Was machst Du, wenn Du nicht nähst?
Wenn ich nicht nähe, dann bin ich hauptberuflich Mama von drei
Kindern und Dosenöffner von vier Katzen. Natürlich kümmere ich mich auch um den
Haushalt und um den    Garten.
Zu
guter Letzt habe ich die Bürotätigkeiten inne, welche in der Praxis meines Mannes
so anfallen.
Was ist für Dich beim Nähen unverzichtbar?
Beim Nähen genieße ich die Ruhe und die Möglichkeit verschiedene
Sachen und neue  Schnitte ausprobieren zu
können. Kombistoffe und Bündchen in verschiedensten Farben sind für mich
unverzichtbar. Wenn man mit den verschiedenen Stoffen probiert und das  Gesamtbild auf sich wirken lässt ist das
genauso schön wie das anschließende   Nähen.
Wann ist Deine
liebste Nähzeit?
Ganz klar: DEFINITIV Am Abend wenn die Kinder im Bett
sind und im Haus Ruhe einkehrt. Da gehe ich dann immer sehr gerne in mein
kleines Reich in den Keller schalte den Fernseher oder Laptop ein und lege los.
Auch da kann es manchmal etwas später   werden.
Was nähst Du am
liebsten?
Am liebsten nähe ich Kleidung für meine Kinder und mich… Ganz gerne
nähe ich Partnerlooks für die Kinder oder auch für mich  mit.
Für mich nähe ich aber sehr gerne Kleider. Ich mag Kleider lieber
als Hosen. Damit fühle ich mich immer gut angezogen.
Ganz
schnell habe ich angefangen Jersey zu nähen, weil ich eigentlich nicht sehr
gerne das Bügeleisen schwinge.
In kürzester Zeit wusste ich: Mein liebster Stoff kommt immer
von   Lillestoff.
6. Was ist für Dich in Deinem Nähzimmer unverzichtbar?
In meinem Nähzimmer bin ich froh über die vielen und größeren
Arbeitsflächen. Auch gutes Licht ist an einem Nähplatz von sehr großer   Wichtigkeit.
Ganz
gerne mag ich meinen Zuschneide-Tisch und auch meinen Bügelplatz (Die
Notwendigkeit des Bügelns sehe ich nur beim  Nähen).
Meine Regale und Tische vom Möbelschweden und natürlich
meine Nähmaschine, Overlock Coverlock, Laptop oder Tablet (um in den Ebooks
nachzulesen) sind für mich ebenso so von großer Bedeutung.
Ich
hatte Glück, dass schon immer in unserem Haus ein „Bastelzimmer“ geplant war,
so konnte ich schnell mein Reich  beziehen.

Zeig uns Dein liebstes
„Nähhelferlein“
Ganz schnell habe ich die Wonderclips nicht mehr missen wollen.
Besonders als Anfänger   mit der Overlock
kann man da auf Nummer sicher gehen, denn eine Nadel vergisst man im Eifer des
Gefechtes gerne schnell. Auch wird der Stoff durch die Wonderclips    nicht verletzt.
Mein zweites
liebste Helferlein: Natürlich mein kleines 
 Bügeleisen.
Welche Tipps hast Du für
mehr Ordnung im Nähzimmer?
Puh… Da wird genau die „Richtige“ gefragt. Ich versuche einmal in
der Woche wirklich komplett wieder alles aufzuräumen, Staub zu wischen und
zu   putzen.
Viele
Sachen verstaue ich gerne in Schachteln. Gerne werden Weckgläser auch
zweckentfremdet. Sei es für Knöpfe, Kordeln, Rüschen, Spitzen usw. – es ist für
mich zugleich auch noch  Dekoration.
Auch ist ein
Garnrollenhalter eine gute Anschaffung Regale
und Schränke sind immer eine gute Investition um eine gewisse Grundordnung zu
schaffen.
Für meine Schnittmuster habe ich einen Rollcontainer bekommen. Der
wird als nächstes schön sortiert. Für meine Konen, welche immer so oft
rumstanden und meine Kinder wahnsinnig gerne als Hüte benutzen hat mir mein
Schwiegervater einen Halter gebaut. So versuche ich ein wenig gegen mein Chaos  vorzubeugen.
Aber:
Wenn
ich aber so richtig in Fahrt bin, dann kann es auch mal in einer
Materialschlacht enden, was natürlich immer dann am nächsten Morgen nicht so
toll ist. (sog.  „Nähkater“)   😉
Was würdest Du jemanden mit auf den Weg geben,
der sich ein Nähzimmer einrichten möchte?
Lass dich inspirieren von verschiedenen Beispielen auf Pinterest. Im
Internet gibt es so viele schöne Nähzimmer. Egal wie groß oder klein der Raum
ist oder ob du einfach am Küchentisch
nähst, mach es Dir gemütlich dann fühlst du Dich auch wohl und das Nähen macht
noch mehr Freude.

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