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Nähreich vs. Nähchaos – zu Besuch bei Hannahlicious


Bestimmt kennt Ihr alle die wunderschöne Kinderkleidung von der lieben Sandra von Hannahlicious. Sie schafft es immer wieder Kleidungsstücken eine ganz besondere und eigene unverkennbare Note zu geben und wir sind sehr froh sie in unserem Designbeispielnäherinnen-Team zu haben. 

Heute besuchen wir Sandra mal in ihrem Nähreich und die Bilder sind bereits entstanden als es noch ein bisschen wärmer war. Aber so ein Outdoor-Nähen stellen wir uns herrlich vor. 

„Nähreich vs. Nähchaos – der Blick durchs Schlüsselloch“ 

1. Wer bist Du und wie bist Du zum Nähen gekommen?
Hallo, ich heiße Sandra, bin 39 Jahre alt und wohne zusammen mit
meinem lieben Mann und meinen beiden Mädels im lieblichen Taubertal im
nördlichsten Baden-Württemberg an der Grenze zu Bayern.
Als Kind habe ich auf einer Kindernähmaschine genäht, die wir
bis heute noch haben. Seitdem ich mich erinnern kann, war ich schon immer gerne
kreativ (basteln, zeichnen, Fimo, etc.).
Zum Nähen gekommen bin ich wieder kurz nach der Geburt meiner
großen Tochter „Hannah“. Sie war auch Namensgeberin meiner Facebookseite
„Hannahlicious“.
Ich war damals inspiriert von den super schön applizierten
Kinderklamotten der Marke „Next“ sowie von „Dawanda“ und den vielen
wundervollen selfmade-Dingen dort.

Eines Tages flatterte ein Werbeprospekt eines Discounters ins
Haus und kurzentschlossen habe ich mir dort eine Maschine geholt, mit dem
Gedanken, dabei kann ich schon nicht viel kaputt machen und von da an, war ich
sozusagen „angefixt“.

Witzig ist auch, dass das Nähen bei mir in der Familie liegt.
Meine Oma mütterlicherseits war Schneiderin von Beruf und mein Opa
väterlicherseits hatte sogar seine eigene Schneidermeisterei mit einer kleinen
„Werkstatt“, wo ich als Kind viel Zeit zwischen den Nähmaschinen verbracht
habe. Es ist irgendwie schön zu wissen, dass dieses Handwerk ein Stück weit in
mir weiter fortbesteht und auch meine eigenen Kinder das nun miterleben können.

2. Was machst Du, wenn Du nicht nähst? 
Ich arbeite halbtags als Verwaltungsfachwirtin im Veterinäramt
in unserem Landkreis. In der Praxis ist das sehr spannend, wenn wir z.B. in
tierschutzwidrigen Fällen eingreifen, um Tieren zu helfen. Für die
Lebensmittelkontrollen ist unser Amt aber auch zuständig.
Das Wichtigste ist mir meine Familie und gemeinsame Zeit
miteinander. Mit ins Spiel, kommt dabei noch ein weiteres Hobby, das ich
gemeinsam mit meinem Mann teile. Das Fotografieren. Kurz vor der Geburt der
Kinder haben wir beschlossen, eine Spiegelreflexkamera anzuschaffen. So halten
wir schöne Erlebnisse und die Entwicklung unserer Familie fest.
Außerdem versuche ich mich in der letzten Zeit öfter mal an
Fimo-Knöpfen.

3. Was ist für Dich beim Nähen unverzichtbar?
Meine Tageslichtlampe ist Gold wert, ohne die Lampe wäre ich
inzwischen wahrscheinlich erblindet 😉
Auch nicht mehr missen möchte ich meine Overlock-Maschine, so
geht das Nähen einfach viel schneller und die Ergebnisse werden zudem viel
schöner.
Das Nähen versüße ich mir oft zusätzlich mit Musik (Spotify)
oder einer TV-Serie nebenbei auf dem Tablet, mit einem guten Cappuccino sowie
mit stundenlangen Skype-Sewing-Sessions mit meiner lieben Nähfreundin Sandra
von Sasujo Design.

4. Wann ist Deine liebste Nähzeit?

Meistens nähe ich am Abend und dann oft bis in die Nacht hinein,
eben wenn die Kids im Bett sind oder wenn es die Zeit zulässt, auch mal am
Wochenende.
5. Was nähst Du am liebsten?
Am liebsten nähe ich Hoodies und Kleider aus Jersey, auch
Leggins und süße Mützen stehen bei mir nach wie vor ganz oben auf der Liste als
meine Dauer-Nählieblinge.

Schöne Stoffe sind das I-Tüpfelchen.

6. Was ist für Dich in Deinem Nähzimmer unverzichtbar?
                  
Mein „Nähzimmer“ ist unser Esstisch im Wohnzimmer, da habe ich
mich sozusagen ein wenig eingenistet und einen kleinen Bereich in unserem
Wohnzimmerschrank in Beschlag genommen. Ich bin froh, dass meine Lieben so
tolerant sind und mich in meinem Hobby unterstützen und ich daher auch nicht
jeden Tag die Nähmaschinen abbauen muss. Im Sommer nähe ich oft nachmittags
draußen im Garten. Das ist ungemein schön und entspannend. Aber ein eigenes
Nähzimmer wäre natürlich ein Traum für mich.
Am wichtigsten in meiner kleinen Näh-Ecke ist mir meine schon
erwähnte Tageslichtlampe J.

7. Zeig uns Dein liebstes „Nähhelferlein“
Geliebte Nähhelferlein habe ich gleich mehrere…
Zunächst sind da die kleinen bunten Klammern zum zusammenheften
der Stoffe. Die kommen bei mir täglich zum Einsatz.
Dann habe ich mal zum Geburtstag ein Nähgarn-Buch bekommen, das
eine Vielfalt an farbigem hochwertigem Nähgarn enthält. Damit bin ich für fast
alle Eventualitäten gerüstet.
Mit dem Rollschneider tat ich mir am Anfang echt schwer, aber
inzwischen sind wir gute Freunde.
Verliebt bin ich auch in das niedliche Maßband und das süße
Nadelkissen mit darunter befindlicher Knopf-Box. Damit macht das „Nähen“
einfach Spaß.

8. Welche Tipps hast Du für mehr Ordnung im Nähzimmer?
Mein Tipp: Schafft Euch diese coolen Pappspulen an. Ich hatte
jahrelang ein totales Bänderchaos und nie das passende Band gefunden und dann
immer wieder neu bestellt. Seitdem ich alles aufgespult und dann nach
unterschiedlichen Bändern in Kartons sortiert habe, weiß ich erstmal, was für
Schätze ich überhaupt besitze und da alles farblich durchsortiert ist, ist nun
auch immer schnell das passende Band, Schrägband, Hoodieband/-kordel oder die
passende Spitze, Borte oder Paspel gefunden. Das macht Laune und ich erfreue
mich daran.
Für mein Overlock-Garn habe ich inzwischen zwei hübsche
Garnrollenhalterungen angebracht, die zudem noch Platz für Nähzubehör bieten.
Hier finde ich garantiert immer eine meiner drei Stoffscheren. 😉
Schnittmuster packe ich immer in Klarsichthüllen. Ich habe
Leitz-Ordner für „Schnittmuster Damen“, „Oberteile Kids“, „Hosen Kids“ und
„Mützen und Accessoires (Stulpen, Loops, etc.)“. Damit komme ich super zurecht
und finde immer recht schnell das passende Schnittmuster.

9. Was würdest Du jemanden mit auf den Weg geben, der sich ein
Nähzimmer einrichten möchte?
Man kann ruhig erstmal klein anfangen und dann Stück für Stück
erweitern. Das ergibt sich irgendwie ganz von alleine. Wer Platz hat, sollte
sich Regale und einen großen Nähtisch anschaffen. Ein Zuschneide-Tisch wäre ein
praktischer Luxus.

Ab
einem gewissen Punkt ist es wichtig, ein Ordnungssystem für sich gefunden zu
haben, sonst versinkt man recht schnell im Näh-Chaos.
Ich habe Stoffe nach dehnbaren Stoffen und fester Baumwolle
getrennt und innerhalb dieser Unterteilung dann nach Farben. Das halte ich aber
bei der Masse, die ich vernähe, leider nicht immer durch. Ab und zu muss dann
ein Großangriff im Sortieren durchgeführt werden.
Wie oben schon kurz erwähnt, empfehle ich Euch für gutes Licht
zu sorgen. Eure Augen werden es Euch danken.
Kleines, liebevoll ausgesuchtes Nähzubehör sowie Accessoires
sind praktisch und schön anzusehen. Dadurch wird die Näh-Ecke erst gemütlich.

4 Kommentare

  1. Hey meine Schöne, dein Bericht ist so toll geschrieben und ich liebe deine Fotos. Danke für den Einblick liebe Sandra. Ich schaue gern in andere Zimmer und hole mir die ein oder andere Inspiration. Danke für diese tolle Vorstellungsrunde liebes Lillestoff-Team. LG Sandra

  2. Anonym sagt

    Danke, Sandra, für deinen sympathischen Einblick in deine Nähwelt.
    Eine Frage: was ist diese gerühmte Tageslichtlampe? Ich habe schon an anderer Stelle davon gelesen, hingegen kennt man so etwas in den hiesigen Baumärkten und Lampenläden nicht… .
    Ausserdem bin ich neugierig, wo man diese wirklich praktischen Papp"spulen" bekommt.
    Herzlichen Dank!
    Bianca

  3. Danke für den Bericht. Toll geschrieben und sehr gelungene Fotos. Es stimmt doch …Platz ist in der kleinsten Ecke..
    und Ordnung schafft gerade im Nähbereich Zeit . Habe Anfangs auch so viel doppelt gekauft weil ich einfach nicht gesehen habe was ich bereits hatte.
    Ich empfinde es genau wie Du …mit schönen Sachen beim Nähen umgeben macht es gleich doppelt Spass. Ganz liebe Grüße Iris

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