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Nähreich vs. Nähchaos – zu Besuch bei Fräulein Blomma

Letzte Woche haben wir zum ersten Mal allgemein dazu aufgerufen bei unserer Blogreihe Nähreich vs. Nähchaos mitzumachen und es haben uns bereits zahlreiche Anfragen erreicht.

Heute geht es weiter mit einem Besuch bei Natalie vom Blog Fräulein Blomma (/Facebookseite) und Ihrem wunderschönen Nähreich.

„Nähreich vs. Nähchaos – der Blick durchs Schlüsselloch“ 

1.      
Wer bist Du und wie
bist Du zum Nähen gekommen?
Hallo! Schön, dass ich heute dabei sein
darf. Ich bin Natalie und blogge als Fräulein Blomma. Zum Nähen bin ich vor
mittlerweile fast genau drei Jahren gekommen. Schon lange davor war ich immer
fasziniert von den liebevoll handgemachten bunten Dingen, die man auf
Handwerkermärkten bestaunen konnte. Eine Bekannte schenkte mir dann ein paar
Stoff- & Webbandreste zum Pimpen und Probieren und einen Link zur farbenmix
Homepage. Dort entdeckte ich erstmals Schnittmuster für Kleidung und Nähblogs.
Ich stöberte begeistert, aber selber nähen? Das traute ich mich noch nicht. Bis
ich durch Zufall und Weihnachtsferienlangeweile auf ein einfaches Tutorial für
ein Hundehalstuch stieß. Spontan wurde Mamas alte Nähmaschine aus dem Keller
geholt und einfach drauf los genäht. Was soll ich sagen, das Ergebnis war
schief und krumm aber ich war vom Nähfieber gepackt und unglaublich stolz. Kurz
darauf besuchte ich den ersten Stoffladen, schaute Videos im Internet, las
Nähanleitungen und probierte, probierte, probierte. Dass ich heute fast meine
komplette Garderobe selbst nähe und darüber blogge, das hätte ich nie gedacht!
2.      
Was machst Du, wenn
Du nicht nähst?
 
Eigentlich nähe ich in jeder freien
Minute, aber da ich noch zur Schule gehe, lässt sich der ein oder andere
Nachmittag am Schreibtisch nicht vermeiden.
Hin und wieder mache ich es mir aber auch
gern mit einem schönen Buch im Bett gemütlich oder drehe eine Gassirunde mit
unserem Hund.
3.     
Was ist für Dich beim
Nähen unverzichtbar?
Liebe zum Detail, Kreativität und Mut zum
Ausprobieren! Einfach drauf los nähen: Geht nicht gibt´s nicht und erlaubt ist,
was gefällt, trifft es ganz gut 😉 Nähen hat für mich ganz viel mit Bauchgefühl
zu tun. Stoffe kombinieren, ein Knöpfchen hier, ein Label dort
platzieren…solange, bis es glücklich macht und mir gefällt. Mal bunt, mal
schlicht, ganz egal. Dann steht man auch dahinter und es drückt etwas aus. Man
vernäht immer auch ein Stückchen von sich selbst, das sollte man ruhig sehen.
4.     
Wann ist Deine
liebste Nähzeit?
Verglichen mit anderen hat man als
Schülerin wahrscheinlich noch recht viel Zeit, da ich aber eigentlich immer
erst am späten Nachmittag nach Hause komme, ist meine Haupt-Nähzeit automatisch
Abends. Wenn ich unter der Woche allerdings mal später los muss, stehe ich
trotzdem gern früh auf und genieße es sehr, den Morgen zum Nähen nutzen zu
können. Das ist meist viel schöner und ruhiger als abends, wenn alle daheim
sind und mein liebster Start in den Tag!
5.     
Was nähst Du am
liebsten?
Ich nähe unheimlich gern Jacken und die
ganz minikleinen Babygeschenke. Taschennähen hat etwas fast Meditatives wie ich
finde und muss zwischendrin auch immer mal wieder sein.
Also ein guter Mix aus (fast) allem könnte man sagen!
6.     
Was ist für Dich in
Deinem Nähzimmer unverzichtbar?
Inspiration! Und die kommt für mich vor
allem durch die Stoffe. Daher habe ich auch offene Regale, um sie immer im
Blick zu haben. Außerdem geben die, drei zusammengerückt, einen tollen
Zuschneidetisch. Auch meine Bänder bewahre ich gut sichtbar auf. Und schöne
Karten, Bilder, Muster, Zitate, die häng ich an die Wäscheleine über dem
Nähtisch.
7.      
Zeig uns Dein
liebstes „Nähhelferlein“
Auch wenn das jetzt sicher keiner hören
mag und ich auch selbst nicht gedacht hätte, dass ich das mal schreibe: Ich
habe meinen Nahttrenner mittlerweile schätzen gelernt. Und das nicht, weil ich
übertrieben perfektionistisch bin. Im Gegenteil. Ich kann sehr gut über eine
krumme Naht hinwegsehen. Aber ab und an hat man es einfach vermurkst und dann
ist ordentliches und fixes Auftrennen sicher die beste Lösung…jedenfalls
einfacher als ein neuer Zuschnitt 😉
Auch möchte ich allen, gerade den Ovinäherinnen, die Stoffklemmen ans Herz
legen, die sind wirklich praktisch.
8.     
Welche Tipps hast Du
für mehr Ordnung im Nähzimmer?
Auch das hört sich jetzt wahrscheinlich
sehr streberhaft an, aber es ist einfach so: Den (in meinen Augen
unvermeidbaren) Berg auf dem Fußboden aufräumen bevor er zu groß wird. Denn
wenn sich die Schnittteile von zehn Ebooks mischen und sich die erste
Stecknadel in den Zeh gebohrt hat wird es nicht leichter 😉 Und man sollte sich
von Anfang an schöne und praktische Ordnungssysteme für den Kleinkram, der sich
so ansammelt, überlegen. Denn der braucht Platz und wird meist ganz schnell
ganz schön viel! Bevor ich mein webbandregal hatte, haben sie sich zum Beispiel
immer alle ganz unschön zum großen Knoten in einer Box verknubbelt.
9.     
Was würdest Du
jemanden mit auf den Weg geben, der sich ein Nähzimmer einrichten möchte?
Du brauchst kein
Profi-Equipment für ein tolles Nähzimmer! Suche dir einen Raum mit ausreichend
Platz für einen großen Tisch auf dem deine Maschinen stehen und wo es keinen
stört wenn das Chaos einfach mal liegen bleibt. Dann mach DEIN kleines buntes Reich
daraus, indem das Nähen gleich doppelt Spaß machen wird. Ordnung halten ist die
Kür, aber das klappt dann schon 😉

1 Kommentare

  1. Hallo,ich finde den Beitrag wahnsinnig sympathisch, es wäre schön,öfter Einblicke in andere Reiche haben zu können,denn oft steckt man in seinem eigenen KuddelMuddel fest und es fehlt an praktischen Ideen.
    Vielen Dank an Natalie dass sie hier ihr Reich gezeigt hat,ich hoffe es finden sich noch mehr Mutige.
    Schöne Weihnachten

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